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LocalZero:Rechtliche Grundlagen Einwohnerantrag: Unterschied zwischen den Versionen

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== Herzlich willkommen auf eurer Spielwiese! ==
Ein '''Einwohnerantrag''' als kommunales Instrument der direkten Demokratie ist ein '''Antrag''' an den Gemeinderat oder einen zuständigen Ausschuss '''auf Beschäftigung mit einer Angelegenheit bzw. einer Forderung'''. Ein Einwohnerantrag darf nur Angelegenheiten des Wirkungskreises der Gemeinde zum Gegenstand haben, für die der Gemeinderat zuständig ist und in denen innerhalb der letzten 6 bzw.12 Monate nicht bereits ein Einwohnerantrag gestellt worden ist.
Ziel: Alle rechtlichen Infos bereitstellen, die für einen Einwohnerantrag relevant sind


===== Zielgruppe: =====
Ausgeschlossen sind Weisungsaufgaben und Angelegenheiten, die kraft Gesetzes dem Bürgermeister obliegen, Fragen der inneren Organisation der Gemeindeverwaltung, die Rechtsverhältnisse der Gemeinderäte, des Bürgermeisters und der Gemeindebediensteten, die Haushaltssatzung einschließlich der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe sowie die Kommunalabgaben, Tarife und Entgelte, die Feststellung des Jahresabschlusses und des Gesamtabschlusses der Gemeinde und der Jahresabschlüsse der Eigenbetriebe, Bauleitpläne und örtliche Bauvorschriften mit Ausnahme des verfahrenseinleitenden Beschlusses sowie Entscheidungen in Rechtsmittelverfahren.


* Bestehende Teams, die sich für die Methode Einwohnerantrag entschieden haben
== Grundsätzliches Prinzip ==
Einwohneranträge sind einstufig und erfordern eine relativ geringe Anzahl von Unterschriften und sind daher ein direktes demokratisches Instrument, die Beschäftigung mit einem Thema bzw. die Entscheidung über eine Forderung durch den Gemeinderat oder den zuständigen Ausschuss sicherzustellen.


===== Mögliche Inhalte =====
* '''Vorteile''': Relativ wenig Aufwand, schnell, direkt
* '''Nachteile''': Entscheidungshoheit liegt beim Gemeinderat bzw. beim zuständigen Ausschuss, nicht bei den Bürgern
* '''Ziel''': Alle rechtlichen Infos bereitstellen, die für ein Bürgerbegehren und Bürgerentscheid relevant sind


* Frage
==Anforderungen und Ablauf==
* Unterschriftenliste
Die rechtliche Grundlage für den Einwohnerantrag ist die Gemeindeordnung des entsprechenden Bundeslandes. Die Anforderungen können je nach Bundesland bzw. Gemeindeordnung unterschiedlich sein. Die '''grundsätzlichen Anforderungen''' sind:
* Quorum
* Lokale, Bundeslandspezifische Unterschiede


===== Material =====
* Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden.
* Der Antrag muss hinreichend bestimmt sein und eine Begründung enthalten.
* Der Antrag muss von 1,5 - 5% (in SA 10%) der antragsberechtigten Einwohnern (14/16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 3 Monaten in der Gemeinde wohnhaft) mit den vollständigen Angaben (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Datum der Unterschrift, Unterschrift) unterschrieben sein. Die notwendige Anzahl der gültigen Unterschriften ist abhängig von der Größe der Gemeinde und wird am Stichtag der Einreichung des Antrages ermittelt.
* Der Antrag muss bis zu drei Vertrauenspersonen benennen, die berechtigt sind, die Unterzeichnenden zu vertreten.


* Wissen vom Schorndorfer Team
In HH und HE ist der Einwohnerantrag nicht als Instrument vorgesehen. Zu den [https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerantrag bundeslandspezifische Regelungen (Wikipedia)].
 
Es empfiehlt sich, den die Formulierung des Einwohnerantrages vorab von der Stadtverwaltung auf rechtliche Zulässigkeit prüfen zu lassen. Nach Einreichen des schriftlichen Antrages und der notwendigen Unterschriften wird die Zulässigkeit des Antrages durch die Stadtverwaltung geprüft und festgestellt. Daraufhin empfiehlt sie dem Gemeinderat die Feststellung der Zulässigkeit in einer Gemeinderatssitzung. Dieser muss den Antrag  im Falle der Zulässigkeit innerhalb von drei Monaten nach seinem Eingang behandeln und dazu die Vertrauenspersonen hören.
 
== Mehr Informationen ==
* Beispiel: [[LocalZero:Einwohner:innenantrag PV-Ausbau|Erfolgreicher Einwohnerantrag zum PV-Ausbau in Ludwigsburg]]
* Einwohnerantrag zum PV-Ausbau: [[LocalZero:Einwohnerantrag PV-Ausbau Material|Vollständige Anleitung, Vorlagen für alle Bundesländer und Flyer]]
*[[LocalZero:Erfolge der Klimaentscheide|Erfolgreiche LocalZero-Einwohneranträge]]
 
*weitere Informationen bei [https://klima-und-demokratie.de/aktiv-werden/ Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V.]
[[Kategorie:Methoden für Klimaentscheide]]

Aktuelle Version vom 24. Juni 2026, 11:28 Uhr

Ein Einwohnerantrag als kommunales Instrument der direkten Demokratie ist ein Antrag an den Gemeinderat oder einen zuständigen Ausschuss auf Beschäftigung mit einer Angelegenheit bzw. einer Forderung. Ein Einwohnerantrag darf nur Angelegenheiten des Wirkungskreises der Gemeinde zum Gegenstand haben, für die der Gemeinderat zuständig ist und in denen innerhalb der letzten 6 bzw.12 Monate nicht bereits ein Einwohnerantrag gestellt worden ist.

Ausgeschlossen sind Weisungsaufgaben und Angelegenheiten, die kraft Gesetzes dem Bürgermeister obliegen, Fragen der inneren Organisation der Gemeindeverwaltung, die Rechtsverhältnisse der Gemeinderäte, des Bürgermeisters und der Gemeindebediensteten, die Haushaltssatzung einschließlich der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe sowie die Kommunalabgaben, Tarife und Entgelte, die Feststellung des Jahresabschlusses und des Gesamtabschlusses der Gemeinde und der Jahresabschlüsse der Eigenbetriebe, Bauleitpläne und örtliche Bauvorschriften mit Ausnahme des verfahrenseinleitenden Beschlusses sowie Entscheidungen in Rechtsmittelverfahren.

Grundsätzliches Prinzip

Einwohneranträge sind einstufig und erfordern eine relativ geringe Anzahl von Unterschriften und sind daher ein direktes demokratisches Instrument, die Beschäftigung mit einem Thema bzw. die Entscheidung über eine Forderung durch den Gemeinderat oder den zuständigen Ausschuss sicherzustellen.

  • Vorteile: Relativ wenig Aufwand, schnell, direkt
  • Nachteile: Entscheidungshoheit liegt beim Gemeinderat bzw. beim zuständigen Ausschuss, nicht bei den Bürgern
  • Ziel: Alle rechtlichen Infos bereitstellen, die für ein Bürgerbegehren und Bürgerentscheid relevant sind

Anforderungen und Ablauf

Die rechtliche Grundlage für den Einwohnerantrag ist die Gemeindeordnung des entsprechenden Bundeslandes. Die Anforderungen können je nach Bundesland bzw. Gemeindeordnung unterschiedlich sein. Die grundsätzlichen Anforderungen sind:

  • Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden.
  • Der Antrag muss hinreichend bestimmt sein und eine Begründung enthalten.
  • Der Antrag muss von 1,5 - 5% (in SA 10%) der antragsberechtigten Einwohnern (14/16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 3 Monaten in der Gemeinde wohnhaft) mit den vollständigen Angaben (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Datum der Unterschrift, Unterschrift) unterschrieben sein. Die notwendige Anzahl der gültigen Unterschriften ist abhängig von der Größe der Gemeinde und wird am Stichtag der Einreichung des Antrages ermittelt.
  • Der Antrag muss bis zu drei Vertrauenspersonen benennen, die berechtigt sind, die Unterzeichnenden zu vertreten.

In HH und HE ist der Einwohnerantrag nicht als Instrument vorgesehen. Zu den bundeslandspezifische Regelungen (Wikipedia).

Es empfiehlt sich, den die Formulierung des Einwohnerantrages vorab von der Stadtverwaltung auf rechtliche Zulässigkeit prüfen zu lassen. Nach Einreichen des schriftlichen Antrages und der notwendigen Unterschriften wird die Zulässigkeit des Antrages durch die Stadtverwaltung geprüft und festgestellt. Daraufhin empfiehlt sie dem Gemeinderat die Feststellung der Zulässigkeit in einer Gemeinderatssitzung. Dieser muss den Antrag im Falle der Zulässigkeit innerhalb von drei Monaten nach seinem Eingang behandeln und dazu die Vertrauenspersonen hören.

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