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LocalZero:LocalMonitoring Best-Practises

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LocalMonitoring macht sichtbar, wie weit Kommunen auf dem Weg zur Klimaneutralität sind – und wo es noch hakt. Der folgende Sammelsteckbrief zeigt wie das Monitoring vor Ort klappt und Wirkung zeigt – mit vielfältigen Umsetzungsformen und inspirierenden Best Practices aus dem LocalZero-Netzwerk.

Website von LocalMonitoring
Website von LocalMonitoring

Projektinfos

Steckbrief im PDF-Format zum Download

🔍 LocalMonitoring ist ein methodischer Ansatz und Online-Tool zur Erfassung und Bewertung des Fortschritts kommunaler Klimaschutzmaßnahmen. Es gibt verschiedene Wege, Strategien und Kooperationsmöglichkeiten für die Nutzung des LocalMonitorings.

🎯 Ziel: transparente Information für alle, Diskussionsgrundlage für Kooperation zwischen Veraltung und Zivilgesellschaft, neue Kooperationen, Öffentlichkeitswirkung, Presse

Ergebnis: Auf der LocalMonitoring Plattform kann jede:r übersichtlich nachvollziehen, wo die eigene Kommune im Klimaschutz steht – mit Fokus auf Praxisnähe, Vergleichbarkeit und Wissenstransfer

💪 Schwierigkeit: 3/3

Was ist das LocalMonitoring?

LocalMonitoring macht Fortschritte, Hürden und Handlungsbedarfe im kommunalen Klimaschutz sichtbar. Denn: viele Kommunen haben einen ambitionierten Klimaschutzaktionsplan, nur: woher wissen interessierte Menschen, was davon schon erfolgreich umgesetzt ist, was von der Politik vielleicht sogar abgelehnt wurde und was derzeit geplant wird?  Auf der LocalMonitoring-Plattform wird die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klima-Aktionsplan und der Stand der Verwaltungsstruktur für jede teilnehmende Kommune transparent und übersichtlich dargestellt. Die Pflege der dafür notwendigen Daten und Inhalte können LocalZero Teams selbstständig und ganz einfach in einem Online-Tool vornehmen.

Beispiele teilnehmender Teams finden sich weiter unten!

Auch Teams, die in einer Kommune aktiv sind, die (noch) keinen Klimaaktionsplan hat können das Monitoring-Tool nutzen: BargteheideZero monitort zum Beispiel die klimapolitisch relevanten Beschlüsse der letzten Jahre.

So schafft LocalMonitoring Orientierung für Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft, fördert den faktenbasierten Dialog und unterstützt Kommunen konstruktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität. Das Monitoring wird lokal und ehrenamtlich von engagierten Bürger:innen gepflegt – unterstützt vom Netzwerk LocalZero. Welche Teams bereits im Monitoring aktiv sind und alle weiteren Infos gibt es hier: https://monitoring.localzero.net/start


Ziele

  • Transparenz über kommunale Klimafortschritte schaffen
  • Erfolge sichtbar und Hürden erkennbar machen
  • Struktur und Orientierung im Klimaschutz bieten
  • Dialog fördern zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik
  • Kommunen unterstützen bei Umsetzung und Monitoring von Klimaschutzmaßnahmen

So legt ihr los:

  1. Zugang erhalten: Besuche die Seite LocalZero:Monitoring Ausprobieren und folge den Anweisungen, um Zugang zum Monitoring-Tool zu erhalten.
  2. Daten eingeben: Passe die Beschreibungstexte und das geplante Jahr der geplanten Klimaneutralität deiner Kommune an und trage relevante Daten, Handlungsfelder und Maßnahmen ein.
  3. Analyse durchführen: Nutze das Tool, um die eingegebenen Daten zu analysieren und Einblicke in den aktuellen Stand der Klimaschutzmaßnahmen zu erhalten.
  4. Ergebnisse interpretieren: Bewerte die Ergebnisse und identifiziere Bereiche, in denen Verbesserungen möglich sind. Basierend auf der Analyse können dann gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Klimabilanz geplant werden.


BremenZero: Campus trifft Kommune - Monitoring als Hochschulprojekt

Ausgangssituation: Wie ist das Projekt entstanden?

Die Klimaschutzstrategie des Senats Bremen umfasst einen Klimaaktionsplan mit über 500 Einzelmaßnahmen. Um die praktische Umsetzung zu erleichtern, hat BremenZero ausgehend von den LocalZero Top-Maßnahmen 60 Maßnahmen mit hohem THG-Einsparpotenzial identifiziert – technisch machbar, im kommunalen Einflussbereich und wirksam in vielen Sektoren. Ausgehend davon wurde im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule Bremen von Studierenden des Studiengangs „Interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement“ die Herausforderungen und Potenziale der Maßnahme „Energetische Sanierung kommunaler Gebäude und Wohnungsbaugesellschaften" exemplarisch genauer analysiert.

Umsetzung: Was braucht es?

Das Projektteam aus Studierenden analysierte zwischen Juli 2024 und März 2025 den Stand der Planung, Umsetzung und Bewertung kommunaler Sanierungsmaßnahmen. Grundlage bildete ein detaillierter Fragenkatalog aus 12 Fragen zum Thema energetisches Sanieren für Vertreter*innen kommunaler Liegenschaften und öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften. Ziel war es, systematisch Daten zu erfassen: von Sanierungsquoten, Standards und Prioritäten bis hin zur Finanzierung und Monitoring-Systemen. Der strukturierte Ansatz schaffte Vergleichbarkeit und liefert fundierte Erkenntnisse über die kommunale Umsetzung einer zentralen Klimaschutzmaßnahme.

Der Fragenkatalog und weitere Infos sind auf der Website von BremenZero zu finden.

Ergebnisse? Ergebnisse!

Mit dem Projekt entstand ein praxisnahes Monitoringinstrument für eine der wichtigsten Maßnahmen im Bremer Klimaaktionsplan. Die gewonnenen Daten ermöglichen eine kritische Bewertung der aktuellen Planungen, identifizieren Lücken und zeigen auf, wo zusätzliche Maßnahmen notwendig sind. Gleichzeitig dient die Kooperation mit der Hochschule als Best Practice für die Verknüpfung von Wissenschaft und kommunaler Praxis. Die Zusammenarbeit erweitert das Netzwerk, erhöht die Reichweite und legt die Grundlage für ein fundiertes Monitoring kommunaler Klimaschutzmaßnahmen.


MünchenZero und RüsselsheimZero: Vom Maßnahmencheck zur Medienpräsenz

Ausgangssituation: Wie ist das Projekt entstanden?

Rüsselsheim und München streben bis 2035 Klimaneutralität an – doch wie weit sind die Städte auf dem Weg dahin? Die Lokalteams haben das LocalMonitoring gestartet, um Transparenz für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen zu schaffen. Die Initiativen in München und Rüsselsheim zeigen exemplarisch, wie Medienresonanz zum strategischen Hebel werden kann – und wie zivilgesellschaftliches Engagement in der Klimakrise sichtbar und wirksam wird.

Umsetzung: Was braucht es?

In München nutzt MünchenZero seit 2024 das LocalMonitoring mit dem Ziel, den Umsetzungsgrad der über 250 beschlossenen Maßnahmen im „Plan klimaneutrales München“ sichtbar zu machen. Bereits in einer frühen Projektphase schaffte es das Team in die Süddeutsche Zeitung – ein Meilenstein in der Öffentlichkeitsarbeit.

In Rüsselsheim entwickelte RüsselsheimZero gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Monitoring-Konzept und setzte es im LocalMonitoring-Tool um. Es wurde im April 2025 öffentlich vorgestellt – mit dem Oberbürgermeister und dem Stadtrat auf dem Podium. Die Präsentation führte zu Artikeln in der Main-Spitze und erreichte breite mediale Sichtbarkeit in der Region.

Ergebnisse? Ergebnisse!

Beide Beispiele zeigen: Wer Monitoring öffentlich denkt, wird öffentlich gehört. MünchenZero erzeugt durch kritische Beobachtung Druck und Aufmerksamkeit, RüsselsheimZero durch Kooperation und strategische Kommunikation. Mediale Sichtbarkeit ist kein Zufallsprodukt – sondern Ergebnis strategischer Öffentlichkeitsarbeit, verständlicher Kommunikation und gezielter Allianzen. München und Rüsselsheim zeigen: LocalMonitoring kann mehr als Daten sammeln – es kann Klimapolitik in die Zeitung bringen und als Hebel wirken, um mehr politische Verbindlichkeit für ambitionierten Klimaschutz zu schaffen.


BargteheideZero: Monitoring ohne Masterplan

Ausgangssituation: Wie ist das Projekt entstanden?

BargteheideZero forderte schon lange eine Schärfung und Konkretisierung des alten integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2012. 2022 wurde die Erstellung eines neuen sogenannten „integrierten Vorreiterkonzept“ angestoßen, die 2025 begonnen wurde, und im März 2026 veröffentlicht werden soll. Schon vor der Freigabe des Konzepts startet auch BargteheideZero mit dem Monitoring – nicht als Kontrolle vergangener Entscheidungen, sondern als systematischer Blick auf alle aktuellen Klimabeschlüsse der Stadt.

Umsetzung: Was braucht es? (für ein Monitoring ohne Masterplan)

BargteheideZero ging pragmatisch vor: Erfasst wurden alle relevanten Beschlüsse der Stadtvertretung zum Thema Klima – ob energetische Sanierungen, Mobilitätskonzepte oder Photovoltaik-Förderungen. Die Frage lautet: „Was wurde tatsächlich beschlossen – und was wurde wirklich umgesetzt?“ Das Monitoring konzentrierte sich also auf konkrete kommunalpolitische Handlungen und deren Umsetzung. Damit schaffte das Team einen aktuellen, praxisnahen Überblick über den Stand der Dinge – unabhängig vom Planungsrahmen.

Ergebnisse? Ergebnisse! (für ein Monitoring ohne Masterplan)

Trotz fehlender strategischer Steuerung durch die Stadt zeigt das Monitoring von BargteheideZero, dass Klimaschutz vor Ort sichtbar gemacht werden kann – wenn jemand hinschaut. Durch die konsequente Analyse aller relevanten Beschlüsse entsteht ein Abbild der tatsächlichen kommunalen Praxis. Die Ergebnisse ermöglichen Bürger*innen, Verwaltung und Politik eine kritische Reflexion zum Stand des lokalen Klimaschutzes. BargteheideZero beweist damit, dass Monitoring auch dort möglich und sinnvoll ist, wo politische Rahmenpläne nur langsam vorangehen. Mit klarem Fokus, datenbasiertem Ansatz und öffentlicher Kommunikation übernimmt das Team Verantwortung – und zeigt, wie zivilgesellschaftliches Engagement die Lücke zwischen politischem Anspruch und kommunaler Realität schließen kann. Ein starkes Signal: Klimaschutz braucht keine perfekten Bedingungen – sondern Menschen, die ihn machen. Weitere Sammelsteckbriefe (Aktionen, die mehrere Lokalteams erfolgreich umgesetzt haben):

Weitere Sammelsteckbriefe (Aktionen, die mehrere Lokalteams erfolgreich umgesetzt haben):

Stellungnahmen für gute Wärmeplanung

Solarberatung und Solarparties

Parking Day

Unterschriftenmobilisierung

ZeroTalks

Teaminterne Orga