LocalZero:Die Krise als Veränderungsimpuls und wie Vernetzung dabei hilft
💛Dies ist ein Protokoll einer Session vom Bundestreffen 2026💛
Vorankündigung/Teaser:
In der Session wird die Theorie zur Krisenbewältigung beleuchtet und am Beispiel "Tornado in Lippstadt" präsentiert. Außerdem wird das Modell der "Theorie U" und das Modell der "Community of practice" erläutert. Wie hat Lippstadt diese Krise erlebt? Was hat sich bisher getan, wie hilft dabei die Vision für die Zukunft und wie haben wir uns vernetzt. Wo stehen wir heute, vier Jahre nach dem Tornado.
Vergeude keine Krise, wenn Du Menschen mobilisieren willst!
In der Diskussion im Anschluß der Präsentation, werden wir uns darüber austauschen, wie man neue Mitglieder gewinnt für den Veränderungsprozess.
Sprecher:in:
Johanna Brühl - Klimanetzwerk Lippstadt
Präsentation:
Zusammenfassung:
Zu Beginn wurden verschiedene Angebote des Klimanetzwerks Lippstadt vorgestellt: Der Wandelgang, ein Weg zu verschiedenen Stationen in der Kommune mit Fragen und Gesprächsimpulsen zur Klimakrise, sowie die Wandelbar als Begegnungsraum für Menschen, die Veränderungen anstoßen möchten.
Anschließend beschäftigte sich die Session damit, was Krisen ausmacht und wie sie Ausgangspunkte für Veränderung sein können. Dazu wurden verschiedene Modelle vorgestellt, um den Ablauf von Krisen besser zu verstehen.
Es wurde aufgezeigt, dass Lokalteams eigenständige Gemeinschaften sein können, die über die Zeit einen öffentlichen und einen internen Bereichen entwickeln. Damit diese Gemeinschaften bestehen bleiben, braucht es kontinuierliche Pflege. Zur Entwicklung eines tragfähigen „Wir“ wurde betont, dass Mitglieder für sich klären sollten: Wer bin ich hier, was möchte ich und was kann ich beitragen?
Zur Frage, wie man sich als neue Gruppen zusammenfinden kann oder wie neue Mitglieder gut integriert werden können, wurde empfohlen, sich gegenseitig Raum zum Erzählen zu geben und offen nach Herausforderungen, Visionen und Wünschen zu fragen. So können sich z.B. aus Visionen und Interessen Arbeitsgruppen oder neue Projekte bilden. Dabei gilt für die meisten Teams: Neue Projekte können von allen angestoßen werden, wenn sich dafür Mitstreiter:innen finden. Als offene Herausforderungen wurden die Integration später hinzukommender Mitglieder sowie die Trennung von Personen und Rollen thematisiert. Besonders, wenn ein Projekt länger dauert als das Engagement einzelner Beteiligter.