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LocalZero:Wärme für Alle

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BremenZero bringt gemeinsam mit der Hochschule Bremen mit dem Projekt „Wärme für Alle“ die Wärmewende auf unterschiedlichen Wegen zu den Menschen. Das Projekt verbindet verschiedene Aktionsformate, die bei Bürger:innen, Politik und Fachakteur:innen Aufmerksamkeit schaffen soll.

Projektinfos

Steckbrief im PDF-Format zum Download

🔍 Projekt „Wärme für Alle“ mit verschiedenen Projektbausteine zur Wärmewende

🎯 Ziel: Bürger:innen verständlich über die Bremer Wärmewende informieren, ihre Fragen und Perspektiven aufnehmen und den Austausch über eine sozial gerechte Gestaltung der Wärmewende fördern

🤝 Kooperationen: Hochschule Bremen

Ergebnis: Austellung Stadtteilveranstaltungen, eine Podiumsdiskussion, Broschüre

Dauer: Vorbereitung über zehn Monate

📝 Vorbereitung: Kooperation mit Studierenden aufbauen; Inhalte zur Wärmewende recherchieren und verständlich aufbereiten; Ausstellung und Veranstaltungskonzept entwickeln; Stadtteilveranstaltungen organisieren; Räume und Termine koordinieren; Bürger:innen ansprechen; Politiker:innen und Fachakteur:innen einbinden; Finanzierung sichern.

💵 Kosten: Kosten für Ausstellung, Veranstaltungen und Materialien; Förderung durch Crome-Wollenweber-Stiftung

🛠️ Materialien: 15 Ausstellungstafeln, Informationsmaterialien, Broschüre mit Ergebnissen der Stadtteildiskussionen, online aufbereitete Ausstellungsinhalte

💪 Schwierigkeit: 3/3

Einladung zum Stadtteilgespräch von BremenZero
Einladung zum Stadtteilgespräch von BremenZero

Team BremenZero

Bremen, Bremen

  • Stadtgröße: ca. 570.000 Einwohner:innen
  • Zusammenarbeit mit der Politik: Podiumsdiskussion mit Bremer Politiker:innen und Wärmeexpert:innen im Rahmen des Projekts
  • Zusammenarbeit mit der Verwaltung: Wärmereferat hat Interesse an Projektergebnissen; fachpolitischer Austausch geplant

Wie ist das Projekt entstanden?

Die Wärmewende verändert die Wärmeversorgung in Bremen grundlegend. Damit sie sozial gerecht gelingt, müssen Bürger:innen verständliche Informationen erhalten und Möglichkeiten bekommen, ihre Perspektiven einzubringen. Um die Stadt dabei zu unterstützen, dieser Aufgabe flächendeckend gerecht zu werden, will BremenZero die öffentliche Auseinandersetzung mit der Wärmewende stärken und das Thema näher an den Alltag der Menschen bringen.

Initiiert von drei Studierenden des Studiengangs Interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement an der Hochschule Bremen und begleitet von einer Professorin der Hochschule wurden über zehn Monate Ideen entwickelt, wie sich Bürger:innen besser erreichen und unterschiedliche Perspektiven auf die Bremer Wärmewende sichtbar machen lassen. BremenZero unterstütze die Initiative der Studierenden thematisch wie auch organisatorisch. Ergebnis der Arbeit waren

  • eine Ausstellung mit 15 großformatigen Tafeln zum Thema Wärmewende
  • eine Podiumsdiskussion mit Politiker:innen und Wärmeexpert:innen
  • Konzeptionalisierung & Durchführung von Stadtteilveranstaltungen in drei Stadtteilen,
  • eine Broschüre mit zentralen Ergebnissen aus den Stadtteildiskussionen.

Die einzelnen Bausteine greifen ineinander, können aber auch unabhängig voneinander umgesetzt und an lokale Gegebenheiten angepasst werden.

Wie informiert die Ausstellung über die Wärmewende?

Ein zentraler Baustein ist die Ausstellung „Wärme für Alle“. Studierende der Hochschule Bremen unterstützten bei der Erarbeitung von 15 Tafeln mit verständlichen Informationen zur Wärmewende. Im Mittelpunkt stehen drei Fragen:

  • Was bedeutet Wärmewende?
  • Was plant Bremen?
  • Was bedeutet die Wärmewende konkret für Bürger:innen?

Die Ausstellung gibt außerdem Hinweise und Tipps dazu, wie sich Mieter:innen und Eigentümer:innen weiter informieren können. Die Inhalte stehen zusätzlich online zur Verfügung. Dadurch können Interessierte die Informationen auch unabhängig von einem Ausstellungstermin nutzen.

Die Ausstellung ist mobil einsetzbar und wird an unterschiedlichen Orten gezeigt. Damit bringt BremenZero Informationen zur Wärmewende dorthin, wo Menschen leben und sich begegnen.

Wie bringt das Projekt die Wärmewende in die Stadtteile?

Ein weiterer Baustein sind Veranstaltungen und Diskussionen in Bremer Stadtteilen. In Findorff, Gröpelingen und der Neustadt konnten Bürger:innen sich über die Wärmewende informieren, Fragen stellen und eigene Standpunkte einbringen. Die Veranstaltungen dienten damit nicht nur der Wissensvermittlung. Sie schufen auch Raum für Austausch darüber, welche Informationen Bürger:innen benötigen, wo Unsicherheiten bestehen und was aus ihrer Sicht für eine sozial gerechte Wärmewende wichtig ist.

Die Ergebnisse der Stadtteildiskussionen wurden anschließend ausgewertet und in einer Broschüre zusammengetragen. Darin bündeln die Studierenden zentrale Anregungen der Bürger:innen, darunter adressatengerechte Information, Planungssicherheit in Prüfgebieten und die Stärkung kollektiver Lösungen. So bleiben die Perspektiven aus den Stadtteilen nicht auf einzelne Veranstaltungen beschränkt, sondern werden dokumentiert und für die weitere Arbeit nutzbar gemacht.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Studierenden?

Die Kooperation mit drei Studierenden der Hochschule Bremen war ein wichtiger Baustein des Projekts. Die zeitlichen Ressourcen, viele Ideen und wesentliche Impulse kamen von den Studierenden. BremenZero wiederum konnte neben thematischer Zuarbeit finanzielle Unterstützung durch die Crome-Wollenweber-Stiftung sichern, und so die Erstellung von Materialien für Ausstellungen und Veranstaltungen ermöglichen. Außerdem nutzt das Team die durch das Projekt entstandene Wissen und Material für seine zukünftige Arbeit. So konnten beispielsweise die in der Broschüre zusammengetragenen Ergebnisse nach Abschluss des Projekts mit dem Wärmereferat der Stadt diskutiert werden.

Für andere LocalZero-Gruppen zeigt die Kooperation, wie eine Zusammenarbeit mit Hochschulen aussehen kann: Studierende bringen Zeit, Ideen und wissenschaftliche Perspektiven ein; die lokale Initiative bietet Praxisbezug, Erfahrung und Kontakte vor Ort. Eine solche Kooperation kann auch unabhängig von den übrigen Projektbausteinen aufgebaut werden.

Wie werden Politik und Fachakteur:innen einbezogen?

Das Projekt richtet sich nicht nur an Bürger:innen. Mit einer Podiumsdiskussion bezogen die Studierenden auch Bremer Politiker:innen und Wärmeexpert:innen in den Austausch ein. Dadurch verbindet „Wärme für Alle“ die öffentliche Diskussion mit der politischen und fachlichen Ebene, die auch über die Veranstaltungen selbst hinausgeht. So entsteht eine Verbindung zwischen Bürger:innen, Zivilgesellschaft, Hochschule sowie politischen und fachlichen Akteur:innen. Auch dieser Baustein lässt sich separat übertragen: Andere LocalZero-Gruppen können beispielsweise ein eigenes Gesprächs- oder Diskussionsformat mit Politik und Fachakteur:innen organisieren.

Was braucht es für die Umsetzung?

Der Aufwand hängt davon ab, ob ein Team das gesamte Projekt oder nur einzelne Bausteine übernehmen möchte. Für das Gesamtprojekt braucht es eine längerfristige Koordination, fachlich belastbare und verständlich aufbereitete Informationen zur lokalen Wärmewende, geeignete Veranstaltungsorte sowie Kontakte zu Bürger:innen, Politik und Fachakteur:innen. Besonders hilfreich kann eine Kooperation mit einer Hochschule sein, da so Zeit-, Wissens- und finanzielle Ressourcen auf mehrere Schultern verteilt werden können.

Der Schwierigkeitsgrad liegt für das Gesamtprojekt bei 3/3, weil mehrere Formate, Zielgruppen und Kooperationspartner:innen über einen längeren Zeitraum koordiniert werden. Einzelne Bausteine, etwa eine Ausstellung, eine Stadtteilveranstaltung oder ein politisches Gesprächsformat,  können jedoch mit deutlich geringerem Aufwand umgesetzt werden.

Welche Erfahrungen hat das Team gemacht?

Das Projekt zeigt, welches Potenzial in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen liegt. Die Studierenden brachten Zeit, Ideen und wissenschaftliche Perspektiven ein; BremenZero begleitete das Projekt mit Erfahrungen aus der lokalen Klimaschutzarbeit und kann die entstandenen Materialien und Konzepte weiter nutzen.

Nach Einschätzung von BremenZero wären Ergebnisse in diesem Umfang aufgrund begrenzter zeitlicher Kapazitäten ohne die Studierenden kaum möglich gewesen. Gleichzeitig entstanden mit Ausstellung, Veranstaltungskonzepten und Broschüre konkrete Ergebnisse, auf denen weitere Informations- und Diskussionsformate aufbauen können.

Warum eignet sich die Aktion als Best Practice?

„Wärme für Alle“ ist besonders übertragbar, weil das Projekt mehrere Bausteine miteinander verbindet, ohne vorauszusetzen, dass andere Gruppen den gesamten Ansatz übernehmen. Eine Ausstellung kann unabhängig von Stadtteilveranstaltungen genutzt werden. Eine Hochschulkooperation kann separat aufgebaut werden. Ebenso können einzelne Workshops, Diskussionsveranstaltungen oder Gespräche mit Politiker:innen und Fachakteur:innen organisiert werden.

Andere LocalZero-Gruppen können daher den Gesamtansatz übernehmen oder gezielt einzelne Elemente auswählen und an ihre lokalen Themen, Kapazitäten und Netzwerke anpassen. Gleichzeitig zeigt das Bremer Beispiel, wie sich die Bausteine zu einem umfassenderen Beteiligungsansatz verbinden lassen: Bürger:innen erhalten verständliche Informationen, bringen ihre Perspektiven in den Stadtteilen ein, Ergebnisse werden dokumentiert und anschließend in fachliche und politische Gespräche weitergetragen.

Mehr Infos

Projektwebsite mit weiteren Infos

Ergebnis-Broschüre der Stadtteilveranstaltungen

Bericht von BremenZero: "Wärme für Alle"

Bericht von BremenZero: "Stimmen zur Wärmewende aus den Bremer Stadtteilen"

Bericht von BremenZero: BremenZero bei den Bremer Altbautagen

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