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LocalZero:Infoveranstaltungen zur Wärmewende

Aus Mitmachen

Mit diesen Infos unterstützen wir Euch dabei, vor Ort eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Wärmewende zu planen und durchzuführen. Ziel ist eine verständliche, sachliche und handlungsorientierte Veranstaltung für Bürger:innen, die wissen möchten, was die Wärmewende vor Ort für ihre Kommune und die Heiztechnik in ihrem Wohnraum bedeutet.

Durch eine solche Infoveranstaltung könnt ihr dafür sorgen, dass Bürger:innen, Kommune, Politik, Wirtschaft, Handwerk und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen. Gleichzeitig positioniert ihr euch als konstruktive Akteur:innen und Ansprechpartner:innen für die Wärmewende vor Ort. Ihr zeigt, dass die Wärmewende ein lokales und politisch relevantes Thema ist, das viele Menschen betrifft und von Eurer Kommune unterstützt werden sollte.

Dabei gilt: Ihr seid die lokalen Möglichmacher:innen der Veranstaltung. Ihr kennt Eure Kommune, die Menschen vor Ort und die richtigen Ansprechpartner:innen. Ihr entscheidet über die Größe, die inhaltlichen Schwerpunkte und den Ablauf eurer Infoveranstaltung.  

Hier haben wir erste Ideen, hilfreiche Tipps und Beispiele für eine Infoveranstaltung zum Thema Klimafreundlich Heizen & Energetische Sanierung im Eigenheim und für eine Podiumsdiskussion zum Thema kommunaler Gasnetzausstieg gesammelt.

Klimafreundlich Heizen & Energetische Sanierung im Eigenheim

Wirkung

  • Bürger:innen erhalten Zugang zu fundierten, unabhängigen und alltagsnahen Informationen.
  • anerkannte Expert:innen erklären mit praktischen Beispielen, welche Maßnahmen sinnvoll, bezahlbar und technisch möglich sind.
  • Unsicherheiten zu Kosten, Förderung, Technik, Bauablauf oder Alltagstauglichkeit können angesprochen werden.

Zielgruppe

  • Eigenheimbesitzer:innen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter:innen

Wichtig: Die Veranstaltung sollte nicht nur Menschen erreichen, die ohnehin schon klimafreundlicher Heiztechnik überzeugt sind. Besonders wertvoll ist sie für Bürger:innen, die offene Fragen haben oder durch widersprüchliche Informationen verunsichert sind.

Mögliche Inhalte

Ihr entscheidet, ob ihr allgemein informieren oder einen thematischen Schwerpunkt setzen möchtet. Fragt Euch, ob die Veranstaltung eher Einstieg, Vertiefung oder Beratung vermitteln soll und welche Zielgruppe ihr erreichen möchtet.

  • Warum lohnt sich energetische Sanierung?
  • Energieverbrauch, Klimaschutz, Kosteneinsparung, Wohnkomfort usw.
  • Optionen möglicher Sanierungsmaßnahmen
  • Klimafreundliche Alternativen zu fossilen Heiztechniken (z.B. Wärmepumpen)  
  • Funktionsweise, Gebäudevoraussetzungen, Kosten, Installation, Betrieb, Alltagstauglichkeit
  • Energiemanagement und Stromnutzung im Haushalt
  • Finanzierung und Förderung (z.B. Förderprogramme und -anträge, Beratungsangebote)
  • Praxisnahe Beispiele: Erfahrungsberichte, Vorher-nachher Beispiele, Beispielrechnungen usw.
  • Konkrete nächste Schritte für interessierte Bürger:innen

Mögliche Kooperationspartner:innen /Gäste

  • Kommune, z. B. Klimaschutz-, Energie-, Quartiersmanagement)
  • Expert:innen, z. B. Energieberater:innen, Verbraucherzentrale, Energieagentur, Schornsteinfeger:innen, Handwerker:innen, Mietervereine
  • Hinweis: Wenn ihr Unternehmen einbindet, vermeidet einen werblichen Charakter der Veranstaltung: keine Verkaufspräsentationen, keine Produktshow, keine exklusiven Anbieter:innenempfehlungen. Macht wirtschaftliche Interessen transparent und trefft klare Absprachen mit Referent:innen

Podiumsdiskussion zum Gasnetzausstieg

Wirkung

  • Öffentlichkeit für das Thema Gasnetzausstieg und Gasnetzstilllegung herstellen
  • Bürger:innen verstehen, warum sich die Rolle des Gasnetzes verändert und was das für ihre Kommune bedeutet
  • Bürger:innen erhalten frühzeitig transparente Informationen und dadurch mehr Klarheit, Planungs- und Versorgungssicherheit  
  • Häufige Mythen zu Wasserstoff, Fernwärme, Kosten und Versorgungssicherheit werden sachlich eingeordnet
  • Bürger:innen können Fragen, Sorgen und Informationsbedarfe direkt an Kommune, Energieberatung und Fachleute richten.

Zielgruppe

  • Eigenheimbesitzer:innen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter:innen, Mieter:innen
  • Presse und interessierte Öffentlichkeit

Mögliche Inhalte

Ihr entscheidet, ob die Veranstaltung eher informieren, Beteiligung fördern oder politischen Handlungsdruck erzeugen soll. Fragt Euch, welche Zielgruppe ihr erreichen möchtet und welche kommunalen Vorhaben und aktuellen Debatten ihr aufgreifen wollt.

  • Was bedeutet kommunaler Gasnetzausstieg? (Stilllegung, Teilstilllegung, Umnutzung oder Rückbau)
  • Welche Rolle spielen Kommune, Netzbetreiber, Stadtwerke und Gebäudeeigentümer:innen?
  • Kommunale Wärmeplanung verständlich erklären (Datenbasis, Status Quo, Gebiete)
  • Möglichkeiten zur Beteiligung, Information und Beratung für Bürger:innen
  • Soziale Aspekte sichtbar machen: Bezahlbarkeit, Förderung, Verbraucher:innenschutz, was bedeutet die Wärmewende für Mieter:innen/ Eigentümer:innen?
  • Einordnung von aktuell geltenden Bundes- und Landesgesetzen
  • Realistische Einordnung zur Verfügbarkeit von Wasserstoff

Mögliche Podiumsgäste

  • Lokale Netzbetreiber/ Stadtwerke
  • Verwaltungsmitarbeitende (Klimaschutz-, Energie-, Quartiersmanagement, Umwelt-/Bauamt, Wirtschaftsförderung, Fachbereich Wohnen oder Soziales)
  • (Ober-)Bürgermeister:in
  • Wissenschaftler:innen (Hochschule, Forschungsinstitute)
  • Fachreferent:in der regionalen oder landesweiten Energieagentur  
  • Energieberater:in, Verbraucherzentrale
  • Mieter- oder Eigentümerverein
  • Sozialverbände
  • Verbraucher:innen- oder Nachbarschaftsinitiativen

Tipps & Material

Checkliste & Tipps zur Organisation

Schaut in den Best Practice Beispielen vorbei und lasst Euch von anderen Lokalteams inspirieren, die bereits Infoveranstaltungen umgesetzt haben:

Info-Veranstaltungen zum Heizungstausch