LocalZero:Planungsbüro vs. Klimaentscheid: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Januar 2023, 16:26 Uhr

Wir heißen jetzt LocalZero (Begründung). Hier findest Du, was sich noch alles ändert.
Aus Dokumentationsgründen bleiben die Begriffe in den Session Protokollen der ersten drei Bundestreffen (Herbst 2021, Frühjahr 2022, Herbst 2022) unverändert.


Planungsbüro vs. Klimaentscheid

Fragestellung:

Ist das Ergebnis des Planungsbüros (Aus Forderungen der GZ-Standard-Abstimmungsfrage) gut genug oder muss die Planung von den Bürgern selbst übernommen werden (Klimainitiative)? Gibt es Alternativen?

Den Trailer zur Session findest Du hier

Teilnehmer

Initiator: Gerd

Teilnehmer: Hauke, Ines, Mortitz, Max, Peter, Lucas, Sven, ...

Protokoll:

Peter:

- zweifelt daran, dass unsere Forderungen nach Planungsbüro wirklich Klimaneutralität bewirken. Die Planung geschieht hinten verschlossen Türen. Wir (die Klimaentscheid-Gruppen) haben keinen direkten EInfluss. Erarbeitete Maßnahmen der Planungsbüros als Konsequenz häufig zu schwammig formuliert.


Ines:

- Betont die Wichtigkeit ambitionierter Ziele in der Abstimmungsfrage. Die Forderung nach einem Planungsbüro hat GZ vorgeschlagen, weil das ein bekannter Weg ist. Wir wissen, dass Planungsbüros strukturell und organisatorisch in der Lage sind, solche Pläne zu erstellen.


Hauke:

- Grund warum das Planungsbüro von GZ vorgeschlagen wird:

Fragestellung muss Konkretheitsanspruch genügen. Es gibt auch Entscheide, die einen Maßnahmenplan direkt von der Stadtverwaltung oder einem Bürgerrat erstellen lassen haben. Im Endeffekt kann jede Gruppe die Variante wählen, die für sie am besten funktioniert.


Peter:

- Großes Problem ist die Trennung der Akteure von Planung und Umsetzung. Im besten Fall geschieht beides von derselben Instanz. Damit steigt die Motivation und die Qualität.

- Des Weiteren kritisiert Peter, dass zu viel Zeit in präzise Bilanzierung gesteckt wird. Dass Klimaschutz dringend betrieben werden muss, steht fest. Daher sollte direkt damit begonnen werden


Ines und Gerd:

- Kleine Klimaentscheid-Teams sind zu Beginn oft überlastet. Deswegen ist das Planungsbüro ein guter erster Schritt. Wenn die Maßnahmen nicht ausreichen, sollte nachgearbeitet werden.

- Es gibt noch kein bekanntest Beispiel einer erfolgreichen Erstellung eines Klima-Aktionsplans durch die Zivilbevölkerung.


Alle:

- Diskussion, ob detaillierte Bilanzierung als ersten Schritt Sinn macht.

- Pro: Druckmittel auf Politik, Wirksamkeit überprüfbar

- Contra: Kostet Zeit und Geld dass in Maßnahmen investiert werden kann (Oft ausgelagerte, träge und teure Prozesse)

- Lösungsansatz: Das eine muss das andere nicht ausschließen. Es sollte zeitgleich mit Bilanzierung und Sofortumsetzung von Maßnahmen begonnen werden


Peter:

- Vorschlag: Maßnahmenkatalog soll gesamtgesellschaftlich abgestimmt werden, um zu verhindern, dass Maßnahmenkatalog weichgewaschen wird


Peter:

- Vorschlag: GermanZero geht auf Planungsbüros/Institute zu und fragt, ob sie sich selber zutrauen, erfolgreich Klimaneutralität bis 2035 zu planen.

- Falls ja, kommen sie mit auf "die Liste". Für die betroffenen Kommunen macht es Sinn, diese Planungsbüros/Institute zu beauftragen. (Haben "GermanZero-Stempel" bekommen)

- Ines, Hauke (KE-Büro): Gute Idee, muss aber noch auf Machbarkeit überprüft werden. Sollte neutral bleiben. Evtl. keine offiziellen Empfehlungen geben. sondern (interne) Liste führen, in der diese Planungsbüros/Institute aufgeführt sind.


Ines:

- Alternativ Überprüfung der Kompetenzen durch Checkliste: Planungsbüros/Institute können Kriterien dann quasi selber ausfüllen

- Ideen für Kriterien: Halten 2030/2035 für machbar (Dabei Klimaneutralität genau Definieren), Auftragsvolumen (Minimum-Maximum),

- Besser nicht als Kriterium aufnehmen: Kapazitäten (zu komplex)

- Alle: Genaue Definition der Mindestanforderungen/Kriterien wird sehr wichtig sein!


Ines:

- Ideen zur Erstellung der Liste:

- Einzelne Telefonate mit Planungsbüros/Institutezu aufwendig. Besser: Brief mit Checkliste. Angebot, auf die Liste zu kommen, wenn sie das wollen.


Alle:

- Bildung einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung und Ausarbeitung einer Checkliste-Idee: Gerd möchte sich zunächst drum kümmern

Ergebnisse:

Grundproblem (These von Peter): Ergebnisse der Planungsbüros/Institute nicht befriedigend

Ansatz: GZ erstellt Empfehlungen für Planungsbüros/Institute, die sich nach eigener Angabe (Checkliste aus mehreren Kriterien) selber zutrauen, erfolgreich Klimaneutralität bis 2035 zu planen.

Euer Ergebnis

Checkliste für Planungsbüros:

  1. Können Sie realistisch einen Plan für Klimaneutralität 2035 rechnen?
  2. Können Sie realistisch einen Plan für Klimaneutralität 2030 rechnen?
  3. Können Sie für eine IST-Bilanz die BISKO-Sektoren Haushalte, GHD, Industrie und Verkehr bilanzieren?
  4. Können Sie für eine IST-Bilanz zusätzlich zu den BISKO-Sektoren auch prozessbedingte Emissionen inklusive Landwirtschaft und LULUCF/CO2-Entzug bilanzieren?
  5. Können Sie für die Sektoren eine gemeindeweite Potentialanalyse aufstellen?
  6. Können Sie für die Sektoren gemeindeweite Maßnahmen aufstellen, die zur gesamten Klimaneutralität führen?
  7. Können Sie jährlich den Endenergiebedarf der Sektoren projizieren?
  8. Können Sie jährlich die THG-Emissionen der Sektoren projizieren?
  9. Können Sie Klimaneutralität mit -95% ggü. 1990 rechnen?
  10. Können Sie Klimaneutralität als netto null Quellen-Senken-Bilanz rechnen?
  11. Können Sie Bürger:innenbeteiligung bei der Planerstellung vorbereiten, durchführen und einbinden?
  12. Können Sie ein zeitnah evaluierendes Monitoringkonzept (ggf. mit Bürger:innenbeteiligung) etablieren?

Liste von Planungsbüros


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