LocalZero:Infostände
Das Team LocalZero Schwerte zeigt, wie sie erfolgreich einen typischen Infostand organisieren. Infostände sind eine großartige Möglichkeit, um sichtbar zu sein und mit Menschen über eure Themen ins Gespräch zu kommen! DresdenZero hat sogar einen festen Infopunkt in der Stadt aufgestellt und BremenZero entwickelte einen Messestand.
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LocalZero Schwerte: Ein typischer Infostand
Idee: Ein schnell auf- und abbaubarer, gut erkennbarer Stand, an dem verschiedene Informationsmaterialien zu einem aktuellen Thema ausliegen. Optisch ist er so gestaltet, dass er neugierig macht und wird von Ansprechpersonen betreut, die für Fragen zur Verfügung stehen. Kleine Spiele oder Aktionen am Stand wie, die auf dieser Wiki-Seite laden außerdem zum Mitmachen ein.
Organisation: Als ersten Schritt legt ihr im Team auf ein Thema und ein Ziel für den Infostand sowie die Standverantwortlichenfest. LocalZero Schwerte hat dazu oft auch andere Initiativen und Vereine, wie beispielsweise die Verbraucherzentrale, eine Energieberatung oder Energiegenossenschaft, eingeladen, die den Stand mit ihrem Know-how unterstützt haben.
Außerdem solltet ihr
- die Anmelde- und Genehmigungsbedingungen, sowie Antragsfristen eurer Kommune beachten,
- Standmaterialien, wie zum Beispiel einen Tisch, Sitzmöglichkeiten, einen Schirm oder einen Pavillon organisieren und
- Infomaterialien, wie zum Beispiel Plakate, Flyer, Beachflags, Banner oder T-Shirts mitbringen.
Große Infotafeln könnt ihr mithilfe einer Leiter oder anderer Gegenstände wie Kleiderstangen oder Tapeziertischen flexibel aufstellen. Und eine Bodenzeitung oder ein Glücksrad, das mit einem Frage-Antwort-Spiel verknüpft ist, machen euren Stand interaktiver.
Um einen Infostand zu betreuen, braucht es Geduld, aktives Zuhören und die Fähigkeit, emotional auf Menschen einzugehen. SchwerteZero musste an ihren Ständen zudem oft betonen, dass sie ehrenamtlich tätig sind und nichts verkaufen wollen und erklären in welchem Rahmen sie aktiv werden können.
Kosten: Als lokale Gruppe, die Teil eines gemeinnützigen Vereins ist, besteht die Möglichkeit, einen Infostand gebührenfrei oder vergünstigt aufzustellen. Einen Freistellungsbescheid von GermanZero findet ihr hier.
| In manchen Fällen ist es hilfreich, einen Infostand als Versammlung oder Demonstration anzumelden. Da nun die Regelungen des Versammlungsrechts greifen, ist die Anmeldung kostenfrei und bis zu 48 Stunden vorher möglich. |
Ergebnis: Idealerweise kommt ihr mit vielen Menschen ins Gespräch, vernetzt euch, gewinnt Aufmerksamkeit für euer Thema und motiviert neue Menschen für euer Team.
Tipps von LocalZero Schwerte:
- Da fortlaufende Adresslisten datenschutzrechtlich nicht erlaubt sind, könnt ihr kleine Kärtchen ausgelegen, auf denen Interessierte ihre Kontaktdaten und Anmerkungen an das Team hinterlassen können. Diese werden dann in einer geschlossenen Box gesammelt. Die Kärtchen zum Ausdrucken in allgemeiner und individuell anpassbarer Version findet ihr hier.
- Bleibt am Ball und beharrlich – es lohnt sich!
Weitere Informationen zur Durchführung von Infoständen findet ihr auf den Seiten 4 & 5 vom GermanZero Toolkit zur Aktionswoche Gastkostenfalle.
DresdenZero: Fester Klima-Infopunkt
Idee: Das Team DresdenZero wollte einen Ort in der Stadt schaffen, der zum Ausruhen einlädt und gleichzeitig über Klimaschutz in Dresden informiert. So entstand der feste Klima-Infopunkt in der Dresdner Innenstadt. Dieser ist Bank und Infotafel zugleich!
Organisation: Die Umsetzung des Projekts bedeutete für DresdenZero einige To-dos:
- Infotexte schreiben und die Tafeln gestalten
- ein Design für den Infopunkt mit Sitzbank entwickeln
- einen Standort mit der Stadtverwaltung auswählen und genehmigen lassen
- genug Geld über Crowdfunding und andere Förderungen sammeln
- einen Handwerksbetrieb mit der Anfertigung beauftragen
Beteiligt war bei DresdenZero ein Team von vier Personen. Zwei von ihnen kümmerten sich um die Organisation, holten Genehmigungen ein, nahmen Kontakt mit der Stadtverwaltung und der Tischlerei auf und kümmerten sich um die Finanzierung, während die anderen beiden den Inhalt und die Gestaltung der Infotafeln übernahmen.
Beim Design der Bank wurde auf nachhaltige Materialien geachtet und dadurch, dass nur Schraubverbindungen verwendet wurden, kann sie einfach wieder abgebaut werden.
Auch die Gestaltung der Infotafeln ist durchdacht! Die Idee war es, das Thema Klimaschutz spielerisch zu präsentieren und so eine breite Zielgruppe über das eigene Umfeld hinaus anzusprechen. Hier findet ihr die Inhalte der Infotafeln zum Thema Klimawandel in Dresden und DresdenZero als PDF-Vorlagen. Die Informationen der Stadt findet ihr hier und hier.
Das Projekt wurde der Stadtverwaltung schmackhaft gemacht, indem es als Teil des städtischen Projekts „Grüner Bogen” aufgebaut wurde. Neben den Themen von DresdenZero werden also auf den Tafeln auch die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Dresden präsentiert. So haben beide Seiten etwas davon.
Kosten: Die Kosten für den Infopunkt konnte DresdenZero durch eine Förderung der Sparkasse, ein Crowdfunding und die Unterstützung des Unternehmens Infineon decken.
DresdenZero hat die Förderung der Sparkasse in Höhe von 3.000 € auf formellem Weg beantragt und erhalten. Es wurde jedoch klar, dass noch weitere Spenden benötigt werden. Deshalb hat DresdenZero über das Umweltzentrum Dresden einen Account bei der Crowdfunding-Plattform der Sparkassen „99Funken“ erstellt und darüber erfolgreich weitere 1.700 € gesammelt. Um den Spender:innen einen guten Eindruck vom Projekt zu vermitteln, hat das Team eine Grafik des Infopunktes, ein kurzes Video sowie einen Text hochgeladen. Das Crowdfunding wurde über Social Media, auf eigenen Veranstaltungen sowie über die Ehrenamtsbörse beworben.
Die finanzielle Unterstützung des Unternehmens Infineon kam über eine nette, unverbindliche Anfrage des Teams zustande.
Ergebnis: Der Infopunkt mit integrierter Bank verbessert nicht nur die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sondern informiert Interessierte verschiedenen Alters über Klimaschutz und Klimaanpassungsprojekte in Dresden. Er steht in der Prager Straße, der Haupteinkaufstraße der Stadt und wird viele Einwohner:innen sowie Reisende zum Platznehmen und Lesen einladen.
Er wurde feierlich von Dresdens Umweltbürgermeisterin eröffnet. DresdenZero nutzte die Gelegenheit, um einen Aufruf zu mehr Klimaschutz an die Politik zu richten.
Insgesamt beurteilt das Team die Schwierigkeit der Aktion mit 2/3, da besonders die Organisation der finanziellen Mittel und die Koordination mit allen Beteiligten und im Team aufwendig war.
Tipps von DresdenZero:
- Versucht, die Informationen des Infopunkts niedrigschwellig zu gestalten. Der Inhalt sollte einfach sein und die Gestaltung kreativ, um ein breites Publikum zu erreichen.
- Seid mutig und schreibt die Stadtverwaltung oder Spender:innen einfach an! Wobei wir ein Ass im Ärmel hatten und einen guten Kontakt zur Umweltbürgermeisterin haben. Ohne sie wäre das Projekt wahrscheinlich schwierig geworden.
BremenZero: Messestand

