LocalZero:Zukunftsvision für die Wirtschaft

Das Team Klimaentscheid Lüneburg veranstaltete einen Workshop mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, um gemeinsam eine Zukunftsvision für die Lüneburger Wirtschaft zu entwickeln. Am Ende wurde aus den gesammelten Ideen eine Zukunftsgrafik erstellt.
Der Workshop wurde von dem Think Tank Reinventing Society durchgeführt und aus Projektgeldern der Bertelsmann Stiftung finanziert. Dennoch kann das Konzept anderen Teams als Inspiration dienen.
|
|
|
Das Ziel
Das Team Klimaentscheid Lüneburg brachte verschiedene Akteur:innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam eine Vision für eine nachhaltige und resiliente Zukunft der Lüneburger Wirtschaft zu entwickeln. Diese Zukunftsvision wurde am Beispiel des Lüneburger Hafens, einem oft übersehenen Ort der Stadt, visualisiert. Der Hafen steht dabei sinnbildlich für den Ausdruck „Think globally, act locally” und soll als Anregung für weitere Überlegungen und Gespräche dienen. Alle Teilnehmenden haben sich im utopischen Denken versucht und der gesamte Prozess wurde am Ende in Form einer Zukunftsgrafik festgehalten.
Die Organisation
Dem Workshop ging eine lange Vorbereitungsphase voraus. Das Team Klimaentscheid Lüneburg hatte sich bereits mehrere Monate zuvor mit einer Anfrage für einen Workshop an Reinventing Society, die sie bereits aus einem vorherigen gemeinsamen Workshop kannten, gewandt.
Innerhalb des Teams war der Workshop ein Projekt der zuvor gegründeten AG Wirtschaft. Die Mitglieder der AG standen bereits vor dem Workshop in Kontakt mit verschiedenen Wirtschaftsvertreter:innen, beispielsweise von der Wirtschaftsförderung oder der IHK. An diese Kontakte konnten die Einladungen zum Workshop gut anknüpfen.
Nachdem der Kontakt zu Reinventing Society hergestellt war, hat das Team:
- Raum und Verpflegung organisiert,
- alle Einladungen an die Teilnehmer:innen verschickt (hier konnte das Team den Verteiler des Arbeitskreises Klimaneutralität der Stadt nutzen),
- eine Drohnenaufnahme des Hafens als Grundlage für die Zukunftsgrafik aufgenommen
- das restliche Material, wie beispielsweise der Ausdruck des Fotos organisiert.
Der grobe Ablauf des Workshops war wie folgt:
- Ankommen und Begrüßung bei Kaffee
- Klimaentscheid Lüneburg stellte sich, ihre Rolle in der lokalen Wirtschaft und das Ziel des Workshops vor.
- Ab hier übernahm Reinventing Society die Moderation.
- Imaginäre Zukunftsreise ins Lüneburg im Jahr 2050
- Teilnehmende notierten ihre Ideen und besprachen diese zu zweit.
- Verknüpfen der gesammelten Ideen mit dem Bild des Hafens
- Auf Klebezetteln wurden alle Ideen festgehalten und beispielhaft auf die Fläche des Hafens übertragen.
- Energetische „Ja, und” - Runde
- In rascher Abfolge wurden reihum Ideen zu einer zukunftsfähigen Lüneburger Wirtschaft in den Raum geworfen, die sich immer durch den Satzanfang „Ja, und” auf das vorher Gesagte bezogen. Das Konzept ist auf Seite 3 im Dokument „Handwerkszeug für Zukunftshandeln” von GermanWatch genauer erklärt.
- Von der Vision zur Realität
- Es wurden konkrete Beiträge gesammelt, um der Vision ein Stücken näher zu kommen.
- Abschied
Das Ergebnis

Den Workshop besuchten mehrere Vertreter:innen der lokalen Wirtschaft aus unterschiedlichen Unternehmen, wie zum Beispiel aus dem Industrieunternehmen CLAGE, der Sparkasse, des Vereins Campus e.V. und der Wirtschaftsförderung Lüneburg (WLG).
Aus den Beiträgen und Ideen aller Teilnehmenden hat Reinventing Society im Nachhinein eine detaillierte Zukunftsgrafik erstellt. Diese Zukunftsgrafik greift zentrale Themen, wie Transparenz in Produktion, regionale Wertschöpfung, Kooperation und Kreislaufwirtschaft, soziale Gerechtigkeit, starke Netzwerke und klimafreundliche Transformation auf. Sie ist kein Bauplan, sondern ein Mutmacher und soll als Kommunikationstool für weitere Veranstaltungen verstanden werden. Im besten Fall inspiriert sie andere Menschen dazu, ins Handeln zu kommen.
Neben der Zukunftsgrafik, die es digital und als Postkarte gibt, sind eine Telegram-Gruppe für den einfachen Kontakt und Austausch aller Teilnehmenden sowie eine Veranstaltung, bei der die fertige Zukunftsgrafik präsentiert wurde, entstanden.
In diesem Instagram-Beitrag könnt ihr einen kleinen Eindruck zur Stimmung und den Ergebnissen des Workshops bekommen.
Die Kosten
Der Workshop fand im Rahmen des JENK-Projekts (JENK: Junges Engagement für nachhaltige Kommunen) der Bertelsmann Stiftung statt. Das JENK-Projekt vergab 2024 Fördergelder an 11 Pilotkommunen, darunter Lüneburg, zur Umsetzung von nachhaltigen Projekten. Durch die Förderung des Projektes war der Workshop für Teilnehmende kostenlos und alle anfallenden Ausgaben waren gedeckt. Die konkreten Kosten findet ihr oben bei den Projektinfos.
Klimaentscheid Lüneburg schätzt die Aktion als relativ schwer ein, da es zum einen ein gewisses Standing in der Stadt braucht, um genug Menschen zu einer Teilnahme am Workshop zu motivieren. Außerdem braucht es Geld, um den Workshop zu bezahlen oder einiges an Arbeit, um die Workshopinhalte selbst zu erstellen.
Tipps von Klimaentscheid Lüneburg
- Es ist gut mindestens 3-4 Menschen zu haben, die mit ihrem Einsatz hinter dem Projekt stehen.
- Geht zu Veranstaltungen in eurer Stadt / Gemeinde und sprecht (die richtigen) Menschen an. Sichtbar zu sein, lohnt sich!
- Auch für uns ist das viel Geld und die gesamte Aktion war nur dank der Förderung möglich. Vielleicht gibt es aber auch für euch die Möglichkeit, themenspezifisch oder mit Kooperationspartner:innen Fördergelder zu erhalten.
Mehr Aktionen zum Thema „Zukunft gemeinsam denken” gibt es im Sammelsteckbrief „Zukunftsworkshops”.

